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Grether West Freiburg„Leben und Arbeiten in der Gretherschen Fabrik"war ein Verein, der sich 1980 zum Schutz und Erhalt der damaligen Gretherschen Fabrik gründete und den ursprünglichen Plänen der Stadtverwaltung sämtliche Gebäude abzureißen und einer Neubebauung des Geländes entgegentrat. Ziel war es selbstbestimmte, kollektive Räume zu schaffen und erhaltenswerten Wohn- und Gewerberaum dem Markt zu entziehen. Mit seinem Vorhaben einen Teil der Gebäude zu übernehmen und in Selbsthilfe auszubauen stieß der Verein auf breite, öffentliche Zustimmung, so dass eine Mehrheit des Gemeinderates 1982 nach langen Auseinandersetzungen letztendlich den Erhalt der Gebäude beschloss. Die „Grether Baukooperative e.V."begann 1983 am westlichen Teil des Areals mit dem Ausbau der Maschinenhalle. Erst 1988 lag dann nach 5 Jahren Verhandlungen mit der Stadt der Erbpachtvertrag sowie der Kaufvertrag für das Maschinenhallengebäude zur Unterzeichnung vor. Der Umbau war bis dahin schon weit gediehen. In Selbsthilfe und mit zinsgünstigen Krediten von FreundInnen, Initiativen und anderen UnterstützerInnen wurde das Gebäude komplett saniert. 1992 war das Bauprojekt fertiggestellt. Insgesamt wurden 1.600 m2 Nutzfläche ausgebaut und preiswerter, sozialgebundener Wohn- und Gewerberaum geschaffen. Im „Projekt Maschinenhalle"leben 35 BewohnerInnen in sieben Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 80 und 150 m2 .Im Erdgeschoss haben verschiedene Initiativen und Kleinbetriebe ihre Räume: Radio Dreyeckland, das Strandcafé, Frauenzimmer, Feministisches Archiv, Food Coop, eine Töpferwerkstatt und das Büro des Mietshäuser Syndikats. Das Projekt Maschinenhalle ist rechtlich selbständig. Vermietet werden die Wohnungen und Gewerberäume durch den Hausverein, dem sämtliche MieterInnen angehören. Auf dem Maschinenhallenplenum und auf dem Gesamtgeländeplenum werden sämtliche Beschlüsse von den MieterInnen und NutzerInnen gemeinsam getroffen. Die „Grether West GmbH"wurde am 20.06.2001 gegründet. Sie wird statt dem bisherigen Verein Eigentümerin der Maschinenhalle. Neben dem Hausverein wird auch das Mietshäuser Syndikat Gesellschafter dieser GmbH. Die Idee zu dieser Organisationsform wurde ebenso in der Aufbauphase der Maschinenhalle entwickelt wie der Solidarfonds und das Mietshäuser Syndikat. Neuere Projekte wurden gleich als GmbH organisiert, die Maschinenhalle wird nun in diese Form umgewandelt. |
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