![]() |
|||
|
|||
![]() |
|||
|
Von Besetzern zu Besitzern |
![]() |
Hier hat das Syndikat ein Vetorecht, damit das Haus nicht wieder in die
Hände eines Einzelnen fällt. "Mieter kommen und gehen",
sagt Jochen Schmidt, der ehrenamtlich im Freiburger Büro des Syndikats
arbeitet. "Das Haus und die Idee sollen aber erhalten bleiben". Idee stammt aus Freiburg Um die Idee ging es auch den rund 20 Erfindern des Modells, die sich in den 80er-Jahren in Freiburg darum bemühten, ein altes Fabrikgelände zu kaufen, um dort ihr Ideal vom "Arbeiten ohne Chefs und Untergebene" und selbstbestimmten Wohnen zu verwirklichen. Heute ist das Syndikat in fast jedem Bundesland an Wohnprojekten beteiligt. 14 Häuser sind schon gekauft, zehn Projekte sind noch in Arbeit und Mitte Juni haben die Syndikatler bereits fünf neue Mitgliedshäuser aus Potsdam, Hamburg und Bremen in ihren Kreis aufgenommen. Den Großteil des Geldes für den Kauf ihrer Häuser müssen die Projekte selbst aufbringen, meist über günstige Direktkredite aus dem Familien- und Bekanntenkreis. "Auch Banken vertrauen inzwischen darauf, dass unser Kaufmodell funktioniert und leihen den Projekten Geld", sagt Schmidt. Zurückgezahlt werden die Kredite aus der Miete, die alle Bewohner auch nach dem Kauf des Hauses weiterhin zahlen. Auch wenn das Haus abbezahlt ist, sollen die Zahlungen weitergehen. "Der Blick über den Gartenzaun zeigt einen großen Bedarf an weiteren Häusern und Grundstücken, um anderen auch die Idee vom selbstorganisierten Wohnen zu ermöglichen", so Schmidt. Deshalb sollen ältere Projekte ihre Gewinne aus der Miete "solidarisieren" und den jüngeren Projekten für den Selbstkauf leihen. So hofft das Syndikat, künftig auf den Bankenanteil der Finanzierung verzichten zu können, um die hohen Zinsen zu umgehen. Schon jetzt hätten einige Häuser Anfangsverluste aus Sanierungsarbeiten anderer Projekte übernommen und mit ihren Überschüssen verrechnet - steuersparend versteht sich. |
|