Das Syndikat in BetriebVerein und SyndikatsversammlungÜber die Beteiligung des Syndikats an der Gründung einer Hausbesitz-GmbH entscheidet grundsätzlich die Mitgliederversammlung des Vereins Mietshäuser Syndikat. Die neuen Initiativen stellen dort ihre Projektidee vor. Kriterien für die Aufnahme eines Hausprojektes in den Syndikat-Verbund sind Selbstorganisation, Ausschluss der Vermarktung durch Vetorecht des Syndikats, Verpflichtung zum Solidartransfer und zur Weitergabe von Know-how. Andere inhaltliche Vorgaben werden nicht gemacht, das ist allein Sache des Hausvereins. Die Vielfalt der Wohn- und Lebensentwürfe in den unterschiedlichen Projekten ist eine Stärke des Syndikat-Verbundes. Das heißt aber nicht, dass es keine Grenzen gibt. Darüber wird im Einzelfall entschieden. |
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| Denkbar sind Fälle wie das „selbstorganisierte“ Projekt einer kommerziellen Bauträgerfirma, das anti-emanzipatorische Projekt einer Psycho-Sekte oder noch krasser das einer Neonazi-Kameradschaft. Die Syndikatsversammlungen finden je nach Bedarf etwa 2 – 3 mal im Jahr an unterschiedlichen Orten statt, zuletzt in Berlin, Hamburg, Freiburg und Grauenhagen. Die MV wird immer auf ein Wochenende gelegt und bietet auch Raum für Austausch, Beratung, Workshops, gegenseitige Hilfen und Tipps; und Gelegenheit zum Kennenlernen von Leuten aus anderen Projekten. Die Mietshäuser Syndikat GmbH Das kostet Geld, auch wenn die Kosten vergleichsweise bescheiden sind, weil die anfallenden Arbeiten weitgehend ehrenamtlich von engagierten AktivistInnen aus bestehenden Projekten erledigt werden. Beratung und Begleitung einer Hausinitiative erfolgt grundsätzlich kostenlos, damit die Gruppe nicht auf Schulden sitzen bleiben, falls ihr Projekt scheitert. Projektberatung Politische Unterstützung Damit Projekte bei politischen Auseinandersetzungen und anderen schwierigen Situationen eine bessere Chance haben, unterstützt das Syndikat auch gerne offensiv: Den Konflikt öffentlich machen, Verbündete suchen, Aktionen überlegen usw. Bei komplizierten Verhandlungen mit Eigentümern oder Behörden helfen AktivistInnen des Syndikats mit ihren Erfahrungen aus anderen Projekten, um geeignete Strategien gemeinsam auszuklügeln. Durch die Öffentlichkeitsarbeit werden das Projektkonzept und die Ideen des Syndikats vor Ort verbreitet, außerdem für die Unterstützung bestehender und anderer neuer selbstorganisierter Mietshausprojekte geworben: Durch Flugblätter, Pressearbeit, Veranstaltungen und Workshops, durch die Herausgabe der Zeitung Synapse und nicht zuletzt durch Broschüren wie diese. Nicht in jedem Fall führen die gemeinsamen Anstrengungen von Projektgruppe und Syndikat zum Erfolg, immer wieder geht der eine oder andere Kampf gegen Profitinteresse und politische Blockaden verloren, z. B. in der Spittelackerstraße in Freiburg. Hier hatten BewohnerInnen versucht, ihre Siedlung vor dem Abriss durch die Freiburger Stadtbau zu retten und waren gescheitert. Oder beim Projekt Rasthaus, wo das begehrte Haus nach fünf Jahren Initiativarbeit von einer Stadtratsmehrheit zum Abriss freigegeben wurde. Politische Auseinandersetzung |
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