Presse Kurzfassungen

Pressemitteilungen und ausgewählte Presseartikel vom Mietshäuser Syndikat und den Projekten

Mietshäuser Syndikat Presseartikel

Der Sonntag 26.06.2005 Bändiger des Kapitalismus
In zentraler Lage entsteht in Freiburg ein Neubau mit niedrigen Mieten für Menschen mit geringem Einkommen und sozialen Bindungen auf dem Grether Gelände. Neben der alten Tuchfabrik in Staufen - hier wohnen 3 Familien und 3 WGs – eines der neuen Projekte im Mietshäuser Syndikat.
Der Schlüssel zum Erfolg war die Rechtsform des Syndikats. Während Genossenschaften zu Kapitalgesellschaften tendiere, kann hier jedes Hausprojekt als GmbH eigenständig die Finanzierung über Direktkredite, zinsgünstige Bankkredite und günstige Mieten realisieren. Rund 30 Jahre brauchen die GmbHs dafür. Die Verbreitung der Projekte quer durch die Republik nimmt eine rasante Entwicklung. Nach Tübingen sollen nun in Berlin und Brandenburg eine Art Untersyndikat entstehen.

zitty 22.06.2005 Das Ende ist nah
Die in den 90ern besetzten Häuser in Berlin konnten mit Hilfe von Förderprogrammen des Landes von den Bewohnern saniert werden und wurden den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zugeführt. Seit die Kassen leer sind, werden diese an Investoren verkauft und als erstes die Mieten um 100% erhöht. Auf die Gegenwehr der Bewohner der Yorkstr. 59 folgte die Räumung. Zwar wird den Bewohnern ein Vorkaufsrecht eingeräumt, allerdings fehlt das Geld. Mit Hilfe des Miethäuser Syndikats wollen jetzt die Rigaer Str. 34 im Friedrichshain und die Yorksträßler - die nach ihrer Räumung Teile des Bethanienhauses am Kreuzberger Mariannenplatz bestzten – ihr Projekt erhalten. Allerdings gibt es im städtischen Bethanienhaus Ärger mit den dort ansässigen Künstler und der Kita.

Berliner Zeitung 10.07.2004 Von Besetzern zu Besitzern
Berliner Zeitung 10.07.2004 Von Besetzern zu Besitzer
Vom einst besetzten Haus in den 90ern, dann lang legal angemietet zum selbstverwalteten Hausprojekt: die Grünberger Str. 73 verwirklicht das sozialistische Ideal vom selbstbestimmten Wohnen und Arbeiten ohne Chefs und Untergebenen durch den Erwerb des Hauses im Freiburger Mietshäuser Syndikat. Das Haus gehört auf Dauer den Mietern, ein Verkauf ist innerhalb des Syndikats nicht möglich. Die Finanzierung erfolgt über Direktkredite und günstige Mieten. Diese beinhalten einen Solidarbeitrag, mittels dem neuen Projekten Geld zur Verfügung gestellt wird, um in Zukunft bei der Realisierung neuer Projekte auf Bankkredite verzichten zu können. „Ein Blick über den Gartenzaun zeigt einen großen Bedarf an weiteren Häusern und Grundstücken.“

taz Berlin lokal 07.10.2003 Die Freiheit der Syndikalisten
Nach der Aufhebung des Sanierungsgebiets 2002 verkaufte die Wohnungsgesellschaft ihre Häuser rund um den Oranienplatz. Das 1980 besetzte und 1982/83 über Mietverträge mit der Wohnungsbaugesellschaft legalisierte Haus Oranienstr. 45 schloss sich dank niedriger Hypothekenzinsen dem Syndikat an und entschied sich gegen ein Erbpachtmodell, das sie zu privaten Eigentümer gemacht hätte. Als gemeinschaftliche Eigentümer finanzieren sie das Haus über Direktkredite und Bürgschaftskredite, und zahlen in den Solidarfonds zur Anschubfinanzierung neuer Projekte ein. Profitieren davon wollen in Friedrichshain die Liebigstr. 34 und die Grünberger Str. 73, um dem Schicksal der räumungsbedrohten benachbarten Rigaer Str. 94 zu entgehen: nach angekündigter Modernisierung wären WGs unmöglich und die Miete würde sich verdreifachen.

taz Berlin lokal 07.10.2003 berliner hausprojekte im syndikat
In Berlin gibt es 3 neue Hausprojekte im Syndikat:
Die Oranienstr. 45 (O45), 1980 besetzt, mit 24 Erwachsenen und 9 Kindern meist in WGs, dem westafrikanischen Café „Sunugaal“, das auf politische Bücher spezialisierte „Antiquariat“, eine Food-Coop und ein Musikkeller.
Die Grünberger Str. 73, 1990 besetzt, mit 40 Personen in WGs – das Hinterhaus wird allein von Frauen bewohnt – und Gemeinschaftsräumen u.a. für die Gruppe FelS (Für eine linke Strömung) und der Kampagne für ein freies Radio.
Die Liebigstr. 34, 1990 besetzt, mit 34 FrauenLesben in vier großen Wohnetagen, einer Werkstatt und das gemischt genutzte X-B Liebig.

taz 09.02.2002 Kapital für das Syndikat
Die vom „Mietshäuser Syndikat“ entwickelte Finanzierung von Häusern, die dem Immobilienmarkt mit seinen hohen Mieten auf Dauer entzogen werden, über Direktkredite ist solide und „sozial sinnvoll“. Über den Solidarfonds gelingt eine Anschubfinanzierung für neue Projekte. Die einzelnen Projekte agieren autonom als GmbH unter dem „Syndikat“ als Dachverband. Die Direktkredite sind durch eine treuhänderische Sammelgrundschuld, die im Grundbuch eingetragen ist, gesichert und vom Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen nach Aufnahme einer Zusatzklausel akzeptiert. Interessierte melden sich mittlerweile aus den verschiedenen Städten, wobei gemischte Projekte für politisch und sozial engagierte Gruppen dem Syndikat, das dadurch Ableger in vielen Städten bekommt, besonders am Herzen.

Neues Deutschland 21.12.2001 Dem Markt ein Schnippchen schlagen
Die Freiburger Syndikalisten stellen mittlerweile seit 10 Jahren Miet-, Wohn- und Sozialprojekte auf die Beine. Alle Projekte beruhen auf gemeinschaftlichem Eigentum, sozialgebundenen Mieten und Verwaltung in Selbstorganisation. Einzig die Reprivatisierung ist ausgeschlossen. Finanziert über Direktkredite ist das erste Projekt außerhalb Freiburgs - die Fritze in Frankfurt – geplant. Der von der Berliner Bankenaufsicht monierte Verstoß gegen das Kreditwesen ist ausgeräumt. Für die Stuttgarter GLS Gemeinschaftsbank räumt das Syndikatsmodell gegenüber dem Genossenschaftsmodell dem einzelnen Projekt nicht nur mehr Selbstbestimmung ein, sondern wird durch den Solidarfonds über das einzelne Projekt hinaus sozial tätig.

Ö-Punkte Ausgabe Dezember 2001 Interview
Nach fast 10-jährigem Bestehen können die AktivistInnen des Mietshäuser Syndikats eine positive Bilanz ziehen. Entstanden aus den „Mietshäuser in Selbstorganisation“ sind bundesweit bereits unzählige Projekte - alle autonom und selbstverantwortlich - entstanden,
2 Solidarfonds werden mittlerweile verwaltet und viele weitere Projekte sind in all ihrer Vielfältigkeit mit Interessierten von überall her für die Zukunft geplant. Finanziert v.a. über Direktkredite, die von Personen zinsgünstig zur Verfügung gestellt werden und günstige Mieten ermöglichen.

Bunte Seiten Ausgabe Juli 2000 Solidarökonomie
Mit dem Konzept des Mietshäuser Syndikat wurden im Raum Freiburg bereits 7 Häuser auf Dauer dem Immobilienmarkt entzogen. Neben dem günstig angebotenen Wohn- und Gewerberaum, profitieren bereits mehrere Initiativen davon, darunter auch eine Wagenwiese und das Rasthaus, ein Haus zur Unterstützung von illegalisierten MigrantInnen. Die Säulen der Finanzierung können wie im Fall Grether Ost vielfältig sein, so gibt es die Direktkredite, das Kindersparbuch und der Gießereihallenfonds.
Die trotz niedrigen Mieten erzielten Überschüsse ermöglichen wiederum neue Projekte. Die Idee der Solidarökonomie verzichtet bewusst auf materiellen Gewinn zu Gunsten einem gesellschaftlichen Nutzen.

Mietshäuser Syndikat Pressemitteilungen

23.06.2006 Zum Verkauf der städtschen Wohnungen in Freiburg (pdf)
07.06.2005
"Verschreckte Investoren" (pdf) Sozialer Mietwohnungsbau liegt darnieder

SSK Salierring Presseartikel

taz Köln 06.11.2004 Rat unterstützt SSK großzügig

Assi Frankfurt Pressemitteilungen

10.11.2004 Wohnprojekt Assenheimer Straße vor dem Aus

Schellingstraße Pressemitteilungen

11.06.2001 Wohnprojekt Schellingstrasse GmbH gegründet

Schellingstraße und Lu15 Presseartikel

Schwäbisches Tagblatt Tübingen 16.06.2006 Mehr Lu15s, damit die Mietpreise in Tübingen wieder auf ein normales Niveau sinken
Schwäbisches Tagblatt Tübingen 11.08.2004 Aus Hausbesetzern werden Hausbesitzer
Schwäbisches Tagblatt Tübingen 12.05.2001 Neues Syndikatsprojekt in Tübingen

Grether Ost Pressemitteilungen

07.07.2000 Gründung: Grether Ost Gießereihallenfonds
21.01.2000 Konflikt mit dem BAKred ist beendet
07.07.1999 Gründung: Peanuts Company
11.06.1999 Die Bankenaufsicht bedroht das Projekt Grether Ost

Grether Ost Presseartikel

Badische Zeitung 29.10.2005 Nach 20 Jahren kehrt Ruhe ein
Mit der Fertigstellung des barrierefreien Neubaus auf dem Grethergelände geht nach 20 Jahren ein Stück ungewöhnliche Baugeschichte zu Ende. Von der projekteigenen Baugruppe errichtet, werden 1/3 der Bewohner des 4-stöckigen Mietshauses behinderte Menschen sein, die das Leben auf dem Gelände mit seinen vielen selbstverwalteten Projekten weiter bereichern werden. Die rund 100 MieterInnen auf dem gesamten Grethergelände kümmern sich eigenständig um Verwaltung und Instandhaltung, mit dem Ziel, bezahlbaren Wohn- und Arbeitsraum für Leute mit wenig Geld zu schaffen und auf Dauer zu halten. Mit rund 5 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter wurde für behinderte Menschen bezahlbarer Wohnraum in Innenstadtnähe geschaffen. Jede Spekulation bzw. Verkauf des Hauses ist vertraglich ausgeschlossen. Mit dem barrierefreien Neubau wurde die letzte Baulücke auf dem Grethergelände geschlossen.

Badische Zeitung 25.09.2002 Glücksfall für Brandopfer Druckerei
Mit der Fertigstellung des Rohbaus einer neuen Zwischenhalle auf dem Grethergelände entstehen in Innenstadtnähe rund 200 m2 Gewerberäume für ca. 5 EUR / m2. Schon seit 1995 wird auf dem Gelände preisgünstiger Miet- und Gewerberaum geschaffen. Nachdem die alte Halle abgerissen und die Altlastsanierung durch Eigenleistung kostengünstig entsprechend TÜV Kriterien durchgeführt wurde, kann nun der Abschluss der „größten privaten Freiburger Sanierungsbaustelle gefeiert werden. Neben dem Bezug 5 neuer Sozialwohnungen im Dachgeschoss, findet die ebenfalls selbstverwaltete Druckwerkstatt im Grün, durch den Brand in der Spechtpassage und die ausgesprochene Kündigung mit Räumungsandrohung auf der Suche nach Räumlichkeiten, ein neues Domizil. Nachdem bereits 2,5 Millionen EUR von 280 Privatleuten über Direktkredite zur Verfügung gestellt wurden, werden noch weiter Menschen gesucht, die bereit sind, Geld für einen gemeinschaftlichen Zweck zu solidarischen Zinsen bis 3 % in das Projekt zu stecken anstatt es in Aktienmärkten versickern zu sehen. Damit könnte das bestehende Finanzloch von 150 000 EUR geschlossen werden.

Zeitung zum Sonntag 01.04.2001 Kindersparbuch
Mit der Fertigstellung der ersten Wohn- und Gewerberäume können die bislang 200 Privatleute und Gruppen, die etwa 4 Millionen DM beigesteuert haben, sich vom Nutzen ihrer Einlage überzeugen. Anlageformen sind Direktkredite, Kindersparbuch oder der Gießereihallenfonds. Anreize für die Geldinvestitionen sind neben dem sozialen Aspekt des Projektes, mit dem dauerhaft günstiger Wohnraum für sozial Schwache geschaffen wird, der regionale Charakter und die Transparenz. Zusehen wie`s eigene Geld arbeitet ist auch Motto für die weiteren Vorhaben des Syndikats, u.a. eine Anlaufstelle für Flüchtlinge und MigrantInnen in einem ehemaligen Kasernengebäude auf dem Vaubangelände, das „Rasthaus“ oder der geplante barrierefreie Neubau auf dem Grethergelände.

contraste Ausgabe März 2001 Richtfest der Gießereihalle
Nach 6-jähriger Bau- und Sanierungszeit ist der Rohbau der Gießereihalle fertiggestellt. Im 19. Jahrhundert als Gießereihalle errichtet, im 2. Weltkrieg vermutlich Waffenschmiede, danach lange Industriebrache bevor sie von Kleinbetrieben besiedelt wurde. Ende der 70er zum 1. mal Spekulationsobjekt, dann zunächst vom AAK für kulturelle Veranstaltungen genutzt, bevor sie Ende der 80er wg. Schwermetallbelastung geschlossen und erneut zum Spekulationsobjekt wurde. Die seit Mitte der 90er im Besitz der Grether Ost Initiative befindliche Gießereihalle steht nun nach Altlastsanierung, völliger Entkernung und Ausbau von Sozialwohnungen und Räumen für politische, soziale und kulturelle Gruppen mit neuem Dach da. Neben dem Richtfest ist auch das neue Outfit des ehemaligen Fabrikschornsteins Anlass einer Feier.

contraste Ausgabe September 2000 Grether Ost Gießereihallenfonds
Zum 1.7.2000 wurde der Gießereihallenfonds aufgelegt, um neben Darlehen für den sozialen Wohnungsbau und Direktkrediten die Finanzierungslücke für das aus einer ehemaligen Gießereihalle entstandene, 8,5 Millionen DM teure und selbstverwaltete Mietshausprojekt Grether Ost zu schließen. Gesucht werden Leute, die auch in Zeiten des Aktienfiebers nicht nur absahnen wollen, sondern nach ihren politischen Vorstellungen entsprechenden Anlageformen suchen. Das Modell basiert auf kleinen Beiträgen und repräsentiert als „peanuts company“ die Idee der Solidarökonomie. Die Rechnung ist einfach: 500 x 2000 = „die Million, die uns fehlt“, so das Motto.

Grün8 Presseartikel

Badische Zeitung 07.09.2001 Grün8 gründet sich und kauft sich ein Haus

Markgrafenstraße Pressemitteilungen

27.06.2001 Einigung zwischen Kirche und Hausgemeinschaft scheint möglich
31.05.2001
Evangelische Kirche verkauft Markgrafenstraße 20

Markgrafenstraße Presseartikel

Badische Zeitung 20.09.2002 Alter Dorfkern ist gerettet

rasthaus Pressemitteilung

21.03.2002 Wir fordern eine politische Entscheidung des Gemeinderates jetzt!

rasthaus Presseartikel

Junge Welt 22.11.2001 "Rasthaus für Flüchtlinge

Spittelackerstraße Pressemitteilungen

23.03.2001 Städtebaulicher Vorschlag für eine ergänzende Neubebauung
30.11.2000
Übernahme der Häuser Spittelackerstr.1-51 durch die MieterInnen

Spittelackerstraße Presseartikel

Badische Zeitung 11.01.2001 Grüne greifen Stadtbau an