Analog 6.8

Analog 6.8 GmbH
Albert-Mahlstedt-Str. 6-8
23701 Eutin

www.analog-68.de
Projektgründung:2017
Kauf:01.07.2019
Grundstück:2.498 m²
Wohnfläche:870 m²
Personen:18
Kosten:2.120.375 €
Miete:8,91 €/m²

Unsere Hausgemeinschaft ist noch ganz jung – im Sommer 2019 füllten sich unsere drei Häuser mit insgesamt 18 ganz jungen bis ganz jung gebliebenen Bewohner*innen. Wir sind eine Gruppe von aufeinander Neugierigen, aus ganz verschiedenen beruflichen Bereichen, dazu Schülerinnen, Auszubildende und auch ein Kita-Kind. Zum Teil sind wir extra fürs Projekt nach Eutin gezogen, und uns eint die Freude am gemeinsamen Planen und Handeln, am Austausch und der solidarische Grundgedanke.

Begonnen hat das Projekt allerdings schon im April 2017, als das bisherige „Kleine Hotel“ in Eutin zum Verkauf stand. Eine aus der Fairtrade-Initiative entstandene Ursprungsgruppe hatte die Idee zu solidarischem, gemeinschaftlichem Wohnen seit Längerem bewegt und schon diverse Häuser und Höfe angeschaut. Das „Kleine Hotel“ mit seiner besonderen und bewegten Geschichte über eineinhalb Jahrhunderte, in der sehr zentralen und präsenten aber doch relativ ruhigen Lage, hat uns sofort gepackt. Der Gedanke, dieses Objekt für gemeinschaftliches Wohnen zu sichern und dem spekulativen Immobilienmarkt dauerhaft zu entziehen, ließ uns nicht mehr los.

Ende 2018 wurde der Kaufvertrag besiegelt, und seit dem 1. März 2019 hatten wir Zugangsrecht für erste Sanierungsarbeiten. Und dann ging es richtig los!

Unsere beiden Vorderhäuser an der Straße, Baujahr um 1850, sind durch voll verglaste Durchgänge miteinander verbunden; im wunderschönen Garten steht das neuere Hinterhaus.

Insgesamt haben wir über 800 m² Wohnfläche, davon etwa 280 m² Gemeinschaftsflächen. Diese beinhalten einen herrlichen Saal, zwei Wintergärten, eine Gemeinschaftsküche, eine Waschküche, dazu ein Gästezimmer mit eigenem Bad, und im Garten steht unsere Fahrradwerkstatt. Durch die flexible Aufteilung der Grundrissstruktur ist es auch mehreren Menschen mit geringem oder ohne eigenes Einkommen möglich, im Analog auf eher kleiner Fläche zu wohnen und gleichzeitig viel Platz in der Gemeinschaft zu nutzen.

Neben dem wöchentlichen Plenum organisieren wir uns in AGs, um anstehende Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten zu planen oder weitere Projekte zu bebrüten wie ein Tinyhouse im Garten oder ein Depot für eine solidarische ökologische Landwirtschaftsgemeinschaft aus der Region.

Neben eigenen der Öffentlichkeit zugänglichen Angeboten zur Vernetzung und Stärkung solidarischen Denkens und Handelns werden die Gemeinschaftsflächen zunehmend von gesellschaftlich und politisch aktiven Initiativen genutzt.