Luftschlosz

Hausprojekt Luftschlosz GmbH

Schillerstr. 3
01454 Radeberg
verein@luftschlosz.de
www.luftschlosz.de

Gründung: 2015
Grundstück: 1371 m²
Wohnfläche: 511 m²
Personen:16
Kosten:1.080.124 €
Miete: 6,67 €/m²

.

Aufmachen… in vielerlei Hinsicht ::Badewannenträume::bauen/sägen/werkeln im Garten ::Bücher, unendlich viele ::Chaos im Schuhregal ::Crewlove, tiefe ::Dach aus Knäggebroot ::Es gibt immer was zu lachen ::Erkerzimmer = Queensdome::Filmabende ::Flieder & Holunder im Garten ::Füreinander da sein ::Garten erfüllt von Kinderlachen, der nach frischem Gras und Blumen duftet ::Gemütlichkeit ::Katzen ::Kneipenatmosphäre im Keller::Kraft ::Kuh im Raum ::Küche, groß und erfülltvon Waffelduft, ganz viel Leben & Liebe ::Leben teilen ::Lila ::Mehrzweckgaragen ::mitgestalten ::Nähe zu Lieblingsmenschen ::(was ganz) Neues wagen ::Sauna::warmes Sonnenlicht, das durch den Wintergarten einfällt ::Sonntagsbrunch in der großen Küche ::Spielplatz ::Taubenschlag mit Rückzugsorten ::Verstecken spielen ::Vertrautheit ::Vorratskeller ::Zukunft::

… In diesem Rahmen bewegen sich Assoziationen, Gedankenschnappschüsze und Tagträume, die wir an das Luftschlosz haben. Klingt wie Traumtänzerei? Finden wir auch manchmal. Doch je realer alles wird, desto näher kommen wir der Utopie… ehrlich!

Nach 6 Jahren des Wachsens und Transformierens, Bangens und Wiederaufraffens, Recherchierens, Diskutierens und Verhandelns ist es nun endlich soweit: Wir haben unser Luftschlosz gefunden und umgekehrt. Zeit für einen kurzen Rückblick:
Als sich 2015 die immer noch bestehende Kerngruppe aus fünf Erwachsenen fand, hieß es erst einmal gemeinsame Vorstellungen vom zukünftigen gemeinschaftlichen solidarischen Wohnen zu entwickeln. Klar war, es wird ein Mietshäuser-Syndikats-Projekt. Viele Freund:innen und Bekannte wohnen in ähnlichen Projekten und der Ansatz, Wohnraum für immer vom Spekulationsmarkt zu nehmen, überzeugt uns.
2017 veröffentlichte die Landeshauptstadt Dresden eine Konzeptausschreibung für ein Gebäude im Dresdner Norden. Im Zuge dieser Bewerbungsphase festigte sich die Gruppe und es konnten erste Erfahrungen mit Bauplanungen gesammelt werden. Neue rechtliche Formen wurden angenommen und der Verein Luftschlosz e.V. sowie die Hausprojekt Luftschlosz GmbH gegründet.
Politik und Verwaltung in Dresden waren jedoch noch nicht so weit, Bewerbungen von Mietshäuser-Syndikats-Projekten zu priorisieren, weswegen unser Konzept für die Dorothea-Erxleben-Straße aus formalen Gründen scheiterte.
An ein Aufgeben war aber nicht zu denken und die folgenden Jahre lasen wir unzählige Verkaufsanzeigen, unternahmen viele Besichtigungen und gaben insgesamt zwei weitere Gebote für einen Kauf ab. Beide Male scheiterten wir an fehlender Finanzkraft.

Im Herbst 2020 haben wir dann das Objekt Schillerstr. 3 in Radeberg entdeckt. Aufgrund dessen Größe konnte unsere Gruppe weiter auf die aktuelle Größe von zehn Erwachsenen und sechsKindern wachsen. Unsere Kalkulation ergab jedoch, dass der ursprünglich angedachte Kaufpreis füruns nicht bezahlbar ist. Verhandeln war angesagt und wir hatten Erfolg. SeitFrühjahr 2021 haben wir ein Haus!

Das Fundament unserer Gruppe, das während dieser Prozesse entstanden ist, basiert vor allem auf einem: Verbindung. In Verbindung zu uns selbst sein, zu einander als Individuen und zu den Vorgängen und Bedürfnissen, die uns als Gemeinschaft bewegen. In Verbindung mit dem Syndikat und diesem Wahnsinnsnetzwerk an ähnlich Denkenden. Stets verbunden mit einer emanzipatorischen Subkultur und dem dazugehörigen aktuellen politischen Diskurs. Und schon bald in Verbindung zu einer Nachbar:innenschaft, die wir aktiv mitgestalten wollen.
Klar kommen da nicht nur Tage voll Waffelfrühstück und Feenstaub auf uns zu. Der langjährige Austausch mit andern Hausprojekten zeigte deutlich, wie nervenzehrend und hürdenreich Bauphasen, Planungsgespräche und andere derartige Neulanderfahrungen sein können.

Doch so lange wir in Verbindung, im Gespräch, in Bewegung bleiben, lohnt es sich -wie wir jetzt erleben dürfen -, frohgemut weiter an der Verwirklichung dieses Rahmens zu arbeiten. Die Aussichten sind jedenfalls gut!